Widererwarten sollte es heute doch ins Outback - Glen Helen, Palm Vally - gehen, jedenfalls versuchen es zu erreichen. Der Regen hat nachgelassen, so dass es sehr vielversprechend aussah. Alternativprogramm wären Spots rund um Alice Springs gewesen.
Immer wieder mußten wir die überfluteten Straßen überqueren, alles recht abenteuerlich. Bentchy unser Guide und der tolle Offroad-Bus haben alles im Griff. An einer Stelle mußten wir jedoch aufgeben - das Wasser war so hoch und hat sich zu einem reissenden Fluss entwickelt. Auf der anderen Seite stand ein Auto. Durch Zurufen wurde sich verständigt. Es war seit 2 Tagen eingeschlossen zwischen 2 Flüssen, die nicht überquert werden können. Sie hoffen, dass das Wasser bald zurückgeht u. befreit sind.
Wir traten die Rückfahrt an. Die Zeit für einen heissen Kaffee war reif. Bentchy wollte seiner Gruppe was bieten und ein Kaffee aufsuchen. Er schlug einen neuen Weg ein.
Wieder mußten wir über eine überflutete Straße. Es sah ganz passierbar aus. Der Bus steuerte langsam auf die Wasserstraße zu, die weissen Streifen der Straßenmarkierung waren gut sichtbar. Plötzlich gab es einen heftigen Ruck, der Wagen gerät in ein tiefes Loch, sinkt vorne ein und beginnt leicht zu kippen. die Windschutzscheibe zerbarstet, Bentchy schleudert gegen die Scheibe, Wasser dringt vorne in den Fahrerraum ein. Schweigen, der Atem blieb erstmal weg. Alle sind erstmal für Sekunden wie erstarrt. Die Gruppe behielt total die Ruhe, wir konnten erst nach Sekunden so wirklich realisieren, was geschen ist. Dann begannen wir in Ruhe das Auto zu verlassen. Das Wasser war zum Glück nur bis zu den Knien bzw. Oberschenkel u. langsam zum Ufer passierbar. Die Strömung hatte es jedoch in sich. Keiner hatte Verletzungen u. gelangten ans Ufer. Sofort wurde eine Kette gebildet u. alle Rucksäcke u. persönl. Dinge aus dem Auto geborgen. Ein gut eingespieltes Team - keine Panik, Geschreie, Hektik, alles sehr soverän. Bentchy war völlig fertig mit den Nerven, bewahrte einen kühlen Kopf u. organisierte sofort unseren Heimtransport. Er war überglücklich, dass uns nichts passiert ist.Wir alle gaben Benchy absolut keine Schuld an dem Unfall. Es war nicht absehbar, dass die Straße so gro0e Schäden bzw. mitten in der Straße einen meterhohen Krater hatte.. Er war die ganze Tour sehr besonnen, auf Sicherheit bedacht. Alle standen hinter dem Guide. Nach einer halben Stunde konnten wir schon wieder unsere Witze machen. Wir machten halt eine Adventure-Tour einer besonderen Art.
Sogar die Aborigenes hatten ihren Spass und fotografierten uns. Filme wurden sogar gedreht. Bald können wir unser Abenteuer in You Tube betrachten
So war unsere Safari entgültig beendet. Wir hatten eine ganz tolle Tour, zwar nicht, wie wir sie uns vorgestellt haben. Sie war was ganz Besonderes: 1. Wer sieht den Uluru im Regen? 2. Wer erlebt das Outback bei kühlen 18 Grad? 3. Wer überquert Flüsse mit einem Offroad-Bus?
Die Tour werden wir nicht vergessen. Gerade die tolle Gruppe und die vielen Widrigkeiten haben ihr so die Würze gegeben.

Da wäre es doch endlich mal angebracht gewesen, wenn Rüdiger den Plan B dabei gehabt hätte...
AntwortenLöschenLiebe Grüsse von Rosi und Andy