Uluru der mystische Berg (Schatten spendender Platz)

Samstag, 20. März 2010

Heimreise

Muß denn das sein? Irgendwie haben wir uns an das Zigeuner-Leben gewöhnt. Jetzt los, die Westküste und Gegend um Darwin erkunden, dann noch mal an die Golden Coast,,,, Soll wohl nicht sein. Aber wir freuen uns riesig auf Rocky.
Im Moment, Freitag morgen 1.00 Uhr, haben wir nach 14 Std für knapp 2 Std.  Zwischenstopp in Abu Dhabi - Beine vertreten Duty Free und Surfen. Die nächsten 7 Std. schaffen wir auch noch locker. Die Strapaze lohnt sich. Die genaue Zeit zu wissen, ist garnicht so einfach, wir müssen 2 x die Uhr umstellen, und zwar zurück.

Ja, wieder wir sind wir auf Zeitreise.

Australien ist ein ganz tolles Land zum bereisen - sehr viele unterschiedliche Landschaften von Wüste bis Regenwald, Tropen, wildes Meer, Natur und Tiere ohne Ende, sehr offene Menschen, multi-kulti, interessante Städte....,  überall "nice Toiletts" (immer sehr sauber und Toilettenpapier).

Australien, wir kommen wieder.

Freitag, 19. März 2010

Was ist Heimweh ?

Nach dem Aufstehen und einem traditionellen Beef-Noudle-Soup-Frühstück stürzt Judith sich in Shoppingwelt von Sydney. Hüte, Jacken, Jeans  ......   "wenn Du nicht sparst, wirst Du nicht reich"
Rüdiger dreht eine Runde mit der Monorail-Bahn durch die Innenstadt von Sydney - ganz nett. Dabei hat Sydney sich richtig in Schale geschmissen und zeigt schönsten Sonnenschein.

Richtig rund geht es in Chinatown, buntes Treiben mit Freß- und Kaufstände auf den Straßen.
Zums Sonnenuntergang noch mal kurz in den Park hinter der Sydney Opera, wir wollen uns von den Flughunden verabschieden.
Und zum Abschluß noch mal in den Stadtteil "The Rocks". Im Löwenbräu nehmen wir unser Abendessen ein: Schlachtplatte mit Weizenbier zur original bayerischen Blasmusik. Hier hat Gianna gearbeitet und das wollten wir uns doch mal ansehen.

Ein Schlummertrunk noch in den beiden Lieblingskneipen um die Ecke und unsere letzte Nacht in Sydney, in Australien, bricht über uns herein.

Heimweh verspüren wir nicht.

Donnerstag, 18. März 2010

Adelaide - Barossa Valley

Zurück in Adelaide in dem alten Hostel in Glenelg-Beach. Direkt an dem "Busbahnhof" mit der ständigen akustischen Untermalung der Dieselmotoren wartender  Busse.

Am Morgen darf unser Mietwagen Yaris, orange mit deutlichen Spuren der örtlichen Vogelpopulation, wieder zum Einsatz kommen. Zusammen mit Dominik starten wir ins Barossa-Valley, eine Weinanbaugegend mit erkennbarem deutschen Einschlag. Mit zwei Worten zusammengefaßt: Ganz nett.
Die Kleinstadt Hahndorf lassen wir dagegen auf Anraten auf der Route liegen. Es soll sich um ein Dorf handeln, wovon die Australier meinen, so sähen Dörfer in Deutschland aus.
Nach der schönen Mietwagentour bringen wir den Wagen zu Hertz an den Flughafen und fahren dann mit dem Taxi wieder zu den wartenden Bussen vor unserem Hostel.
Heute ist St. Patrick's Day und die Iren scheinen förmlich auszuflippen. Die anderen Touristen wollen selbstverständlich nicht hinten anstehen und so ist ganz Glenelg  Beach eine riesige Party. Wir lesen dann, dass dieser Feiertag der Iren eine Pause der Fastenzeit bedeutet und das erklärt auch den Durst. Big Party!

Einen Tag später sitzen wir im Flughafen Adelaide und warten auf den Flug nach Sydney. Es nähert sich die Rückreis. Schade.

Dienstag, 16. März 2010

Kangarooh Island

 Wir haben uns mal was gegönnt und sind mit dem uns bekannten Unternehmen Adventure Tours (manche erinnern sich) auf die zweitgrößte Insel Australiens gefahren: Kangarooh Island.

Mit Bus und Fähre reisen wir an und am Fähranleger wartet unser Guide Simon, ursprünglich aus Birmingham/England, aber mittlerweile mit blonden Locken überzeugter Australier.

In sehr blumigen Ausführungen und ohne Mikrofonverstärker unterrichtet er uns über Wildleben, Geoformationen und Verhaltensregeln für seine Gäste. Viel Wasser trinken und Sonnenschutz auftragen waren seine wichtigsten Themen und stolz erzählt er von den Vorteilen seiner Adventure-Tour, die sich natürlich deutlich von den Tagestouren mit den großen, blauen Reisebussen unterscheiden. So kannte er auch alle "nice toilets" auf der Insel ganz genau, damit ja niemanden die Blase überquoll.

Unser erster interessanter Stop war auf einer Schaf-Farm und der Schäfer zeigte führte eine Scherung eines Schafes vor.

Auf einem Sandhügel zeigte uns Simon dann, wie man mit Waveboard die Little Sahara herunterrutschen kann.

Einige Punkte, an denen man heimischen Tieren sehr nahe kommen konnte wußte Simon uns auch noch zu zeigen. Am Seal-Beach schauten wir uns eine Seehundkolonie an (die stinken) und an einigen Stellen fanden wir Känguruhs und Koala-Bären, zum Greifen nahe. Die gefährlichen Tiger-Schlangen und Copperhead-Snake verbargen sich allerdings geschickt.

Abends übernachteten wir auf einer Farm in einer für nobelen Unterkunft. Simon zeigte uns nach dem Abendessen den Sternenhimmel und nachtaktive Tiere, insbesondere "blöde" Känguruhs, die wirklich nicht weglaufen und lustige Opossums (wie die aus Ice Age).

Am Morgen des 16. März besuchten wir die Remarkables Rocks, Überreste einer vulkanischen Tätigkeit liegen fotogen in der Gegend rum. Simon freut sich, dass er es wieder geschafft hat, vor den blauen Bussen da zu sein.
So konnten wir schöne Fotos machen, ohne riskieren zu müssen, dass überall in den Motiven irgendwo ein anderer Tourist rumsteht!

Im 20 Sitzer mit Tandemanhänger fürs Gepäck brettert Simon mit gut 80 Sachen über die Staubpiste - ein Wunder, dass die Kiste das aushält. Noch ein Bad in kühlem Pazifik-Wasser an einem abgelegenen Strand, bevor es schläfrig wieder an den Fähranleger geht und wir uns überschwenglich von Goldlocke verabschieden.
Es war wirklich ein gelungener Geburtstag von Rüdiger, den wir abends im Glenelg Beach-Hostel mit paar kühlen Bierchen abgeschlossen haben. Dominik haben wir auch wieder getroffen.
Zusammen machen wir am Mittwoch Barbarossa Valley und das ein oder andere Weingut unsicher.

Samstag, 13. März 2010

Adelaide

Gestern sind wir in Adelaide angekommen und unser Hostel Glenelg-Beach bezogen. Es ist hier ein wunderschönes Strandleben und endlich nach der recht ruhigen Zeit an der Great Ocean-Road was los, nette Bar's mit Livemusik u. schrille Leute. Da haben wir erstmal die Seele baumeln lassen und gepflegt paar kühle Biere getrunken.
Heute haben wir einen Stadt- u. Shoppingbummel in Adelaid gemacht. Plötzlich klingelte unser Handy - Dominik (Sohn v. Judith's Arbeitkollegen war dran. Super, hat ein Treffen doch noch geklappt. Jetzt trinken wir erstmal ein Bierchen und plaudern über unsere Australien-Erlebnisse.

Darf nicht so toll werden, denn Morgen gehts mit Adventure-Tours für 2 Tage auf Kangooru-Island. Wird bestimmt klasse mit Übernachtung
auf einer Farm und viele Tiere gucken.

Die 12 Apostel


Great-Ocean-Road

1. Tag :  Melbourne - Apollo Bay

Heute wird es Ernst mit dem Linksverkehr und das direkt in der Großstadt. Rüdiger brachte uns ganz souverän mit unserem Ford Falcon – 2,9 Litermaschine und Automatik – aus Melbourne heraus. Nach 50 KM stellten wir fest, dass wir Luft aus dem linken Hinterrad verlieren, Mist. Wir riefen Hertz an, die uns an eine Brightsone-Werkstatt  in  Geelong verwies. Nach einer Stunde war der Reifen repariert. Guter Dinge fuhren wir weiter.
Nach weiteren 100 KM mussten wir leider feststellen, dass der Reifen wieder platt ist, so musste das Notrad montiert werden. So schlichen wir weiter bis Apollo Bay.
Die Reifenpanne hat unsere Laune nicht großartig getrübt und wir konnten trotzdem die herrliche Landschaft – Steilküste, das tobende Meer mit über 5 m Wellen, die kurvenreiche, fast alpine Straßen - geniesen. Eine geile Motorradstrecke, na, ja, halt dann das nächste Mal.
Die Landschaft einfach gigantisch und atemberaubend.  Judith war es auf der Autofahrt nicht so einerlei, links so kapp am Abhang und Leitplanke vorbei, das war schon sehr gewöhnungsbedürftig. Schlagwort des Tages „Rüdiger bitte weiter rechts fahren“.



In Apollo Bay bezogen wir ein witziges Hostel „Surfbeach-Hostel“, geführt von einer älteren netten Dame (hat uns irgendwie an Barbara Kopy im fortgeschnittenen Alter erinnert). Es bot eine super geniale Aussicht auf das Meer. Die Einrichtung war zusammengewürfelt so aus den 50ziger u. 60ziger Jahre, was den besonderen Flair ausmachte.
Dafür das Apollo Bay ein Ferienort war, war hier tote Hose. Aber der Bottleshop und der Supermarkt rettete unser Abendessen.
Mit dem Auto sind wir dann zum  ortsansässigen Schrauber gefahren. Der Reifen ist nicht mehr zu retten. Das Reserverad musste dann montiert werden. Der nächste Hertz ist jeweils 160 km entfernt, entweder Geelong  oder in  Warrnambool .
Wir entschieden uns für Warrnambool.

2. Tag : Apollo Bay -Warrnambool (Autotausch)- Port Fairy



Die Strecke nach Port Fairy ein Genuss, Kurven, Steilküste, wildes Meer. 60 KM nach Apollo Bay ragen die Sandsteinfelsen  der 12 Apostel (nur noch 8 sichbar, die anderen sind in den letzten Jahren abgebrochen, da sie so vom Wasser umspült wurden). Einfach bizarr. Die Bilder sprechen für sich.

Unterwegs kehren wir noch in einen Tierpark ein, um endlich auch einmal die Tiere hier aus der Nähe zu sehen. Ein Koala Bär wandert auch von einem Baum zum anderen - ein großes Gück für uns, wie uns die Aufseherin bescheinigt.

In Warrnambool gings auf die Suche nach Hertz. Das war kein einfaches Unterfangen, entweder kannte keiner eine Hertz-Station oder schickten uns rum. Doch dann haben wir einen kundigen Tankstellenbesitzer aufgetan. Hertz befand sich in einer Seitenstraße, nur kleines Schild, ein winziges Büro (da ist ja Judith’s Büro noch sehr groß und hell). Dort wurden wir nett bedient und haben dann das Auto getauscht, weil nicht so schnell ein passender Reifen zu besorgen war. So fuhren wir mit einem orangen Toyota Yaris weiter.
Ein ganz gewohntes Fahrgefühl.


In Port Fairy bezogen wir eine sehr schöne Jugendherberge in einer umgebauten Villa. Die Jugendherbergsmutter war sehr freundlich und offen. Abends sind wir auf eine Landzunge spaziert und überall saßen Wallabies (kleine Kängooru’s), gucken ganz keck und neugierig,



3. Tag Port Fairy - Robe


Weiter geht’s auf unserer Route, Ziel Robe. Die Landschaft wird flacher, nicht mehr ganz so spektakulär. Rüdiger hat so Richtig Spass an Jugendherbergen und Hostels gefunden. In Robe sind wir erneut in eine Jugendherberge gegangen, das war der Kracher überhaupt. Die Jugendherberge war in einem ehemaligen und denkmalgeschützten Herrenhaus bzw. Schloss. Unserer Zimmer groß mit hohen Wänden , einen offenen Kamin ein traumhaftes Bett, eine große Küche mit tollen Inventar, ein Kamin u. Bibliothek-Zimmer mit schweren Ledersesseln, einfach wunderschön. Wir fühlten uns wie von und zu.
In Robe selbst wurden abends schon früh die Bürgersteige hochgeklappt. Aber wir waren auch zeitig müde von der vielen frischen Seeluft.




4. Tag Robe - Adelaide (Glenelg)

Dann gings weiter nach Adelaide. Die Landschaft wird immer flacher, nur Bäume, Gestrüpp, Schafe. Aber die endlose Weite hatte auch was. Judith ist ständig eingenickert.
Interessant war es noch in Mount Gambier. Hier gibt ein riesiges Maar mit dunkelblauen Wasser und ein Cavegarden mitten in der Stadt. Ein riesiges Loch, eingebrochen mitten in der Stadt und dann ein Garten daraus gemacht.  Das war schon nett anzuschauen.


 







Dienstag, 9. März 2010

Melbourne

Nach 3 Std.Flug von Cairns sind wir in Melbourne gelandet. Erneut eine Zeitverschiebung nach hinten von einer Stunde und 10 Grad kälter. Keine 35 Grad mehr, nur noch 25 Grad, bewölkt u. arg windig. Wir haben ganz schöne gefröstelt. Es ist klasse, dass es überall einen Shuttle-Bus vom Flughafen bis zur Unterkunft gibt. Unser Backpacker-Hostel "Base" im Stadtteil St. Kilda ist eine Wucht, total modern, alles in Rot, Weiss und Dunkelgrau gehalten. Es nennt sich nicht um sonst Designer-Hostel. Mit unserem Alter fühlen wir unter den jungen Leuten etwas fehlplaziert. Hier sind Jugendliche aus aller  Welt. Es ist schön zu beobachten, wie angenehm das Verhalten ist, nichts lautes, destruktives, es herrscht ein angenehmer Umgang miteinander

St. Kilda liegt direkt am Meer, es gibt nette originelle Kneipen und Restaurants. Am ersten Tag haben wir uns hier getummel.

Heute haben wir Melbourne unsicher gemacht. Unsere Fleece-Jacken kamen zum Einsatz. Leider waren es nur 20 Grad, bewölkt und windig. In Melbourne ist man bestens mit der Strassenbahn unterwegs. Ein Tagesticket für umgerechnet 4 Euro machte es uns möglich kreuz und quer durch die Stadt zu fahren. Außerdem gibt es noch eine kostenlose Bahn rund um die Innenstadt.
Die Straßen sind voller Leben und so kunterbunt von den Nationalitäten. Die Leute wirken hier etwas ausgelassener u. flippiger wie in Sydney und Cairns. Viele alte viktoranische Gebäude gemischt mit den Hochhäusern und den vielen gigantischen Kaufhäusern ergibt eine interessante Mischung und Atmosphäre, lebenig. Rüdiger war sehr angetan und machte Bilder am laufenden Band.
Wir waren auf der Plattform eines Wolkenkratzers - 300 m- und betrachteten uns Melbourne von oben, gigantisch. Auch Judith genoss die Höhe, obwohl sie ein leichtes Schwanken wahrnahm.
Die Formel-eins-Rennstrecke im Albert-Park haben wir auch besucht. Sind da schon ganz gut am Rödeln für das Rennen Ende März.


Den Sonnenuntergang haben wir am Strand in St. Kilda erlebt. Nach Sonnenuntergang lagen wir auf der Lauer, um am Pier die putzigen kleinen Pinguine zu sehen. Tatsächlich kamen sie herangeschwommen, um in den Steinen  zu übernachten.


Den Tag ließen wir mit 2 Jug's Bier in einer Kneipe mit Außenbestuhlung  (kuschelig warm wegen den Heizstrahlern) ausklingen.

Morgen geht's mit dem Auto weiter in Richtung Süden nach Adelaide an der berühmten Great Ocean Road entlang. Wir sind schon was aufgeregt und gespannt, wie wir das mit dem Linksverkehr auf die Reihe kriegen.